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Preisausschreiben „300 Jahre Schlosskirche Weilburg“
Liebe Gemeinde,
die Schlosskirche Weilburg feiert bald ihr 300 jähriges Bestehen. Derzeit arbeitet der Kirchenvorstand an der Ausgestaltung des Festprogrammes 2012 / 2013 und sucht aus diesem Anlassdie ältesten noch vorhandenen Bilder, Dokumente und Berichte über die Hauptkirche der Gemeinde für eine Ausstellung im Rahmen des Festjahres.
Die Schlosskirche in Weilburg entstand im Rahmen der Stadt- und Schlosserneuerung durch Graf Johann Ernst von Nassau – Weilburg (1684 bis 1719) und wurde 1713 fertig gestellt. Die erste geistliche Amtshandlung (Taufe eines Kindes) fand jedoch bereits im Januar 1712 statt.
Erbaut vom Architekten Julius Ludwig Rothweil (um 1672 bis 1750) ist sie der größte und bedeutendste protestantische Kirchenbau in Hessen und wurde zum Vorbild zahlreicher Kirchenbauten entlang der Lahn, im Westerwald, im Taunus und in der Pfalz.
Der Baukomplex der Schlosskirche Weilburg, der durch die halbrunde obere Orangerie an das Kernschloss angebunden ist, bildet den Höhepunkt und Abschluss der Schlossanlage. Julius Ludwig Rothweil entwarf einen geschlossenen Baukörper auf quadratischem Grundriss, welcher die Schloss- und Stadtkirche, das früherer städtische Rathaus und den Glockenturm enthält. Der Turm, worin eine Kammer für den Türmer zur Verfügung stand, diente außerdem als Gefängnis und als Wasserturm. Oben im Turm war bis 1779 ein kupferner Wasserbehälter untergebracht, der den nötigen Druck für die Wasserkünste in Schloss, Park und Stadt erzeugte. Die Haube des Turms, die von einer offenen Laterne bekrönt wird, überragt die beiden Türme des Schlosses, sie stellt den Gipfelpunkt der Stadtsilhouette dar.
Neben dem großartigen Muldengewölbe sind der prächtige Kanzelaltar von Anton Ruprecht, die elegante Stuckaturen von Andrea Gallasini und die Malereien von Georg-Christian Seekatz d. Ä. als gestalterische Schwerpunkte hervorzuheben.
Daneben befindet sich unterhalb des Altars die Fürstengruft der nassauischen Herrscher. Graf Johann Ernst war der erste Herrscher, der hier beigesetzt wurde. Insgesamt wurden über 30 nassauische und luxemburgische Herrscher in der Fürstengruft beigesetzt, zuletzt Adolph, bis 1866 Herzog von Nassau und von 1890 bis 1905 Großherzog von Luxemburg. Eine Besonderheit der Gruft ist, dass sie territorial nicht zur Bundesrepublik Deutschland, sondern zum Großherzogtum Luxemburg gehört, also ausländisches Hoheitsgebiet ist.
Bitte senden Sie uns Ihre Bilder oder Dokumente, versehen mit Ihrem Namen, der Anschrift und den näheren Angaben bezüglich der Veranlassung und des Entstehungsjahres bis spätestens 10. September 2011 an folgende Anschrift:
Gemeindebüro der Kirchengemeinde Weilburg Stichwort „300 Jahre Schlosskirche Weilburg“ Bogengasse 3 35781 Weilburg
Es wird ausdrücklich zugesichert, dass Sie Ihre Unterlagen nach der Ausstellung versandkostenfrei zurückerhalten.
Der Gewinner erhält als 1. Preis zweimal zwei Eintrittskarten für frei zu wählende Veranstaltungen, die während des Festjahres 2012 / 2013 stattfinden.
Der Zweit- und Drittplazierte erhält einmal zwei Eintrittskarten für frei zu wählende Veranstaltungen, die während des Festjahres 2012 / 2013 stattfinden.
Unter allen weiteren Teilnehmern werden 10 Eintrittskarten für eine frei zu wählende Veranstaltung, die während des Festjahres stattfindet, ausgelost. Alle Gewinner werden brieflich benachrichtigt.
Der Kirchenvorstand bedankt sich bereits jetzt bei allen Teilnehmern an dem Preisausschreiben und wünscht Ihnen viel Glück und Erfolg bei der Teilnahme.
Liebe Grüße Ihr
Thomas Schmidt
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